Gewusst? Medikamente, die zur Kaufsucht führen

Wussten Sie, …
… dass es Medikamente gibt, die zur Kaufsucht führen können?
Bei der Parkinsonerkrankung kommt es zu einem Absterben von Nervenzellen im Gehirn, so dass nur noch ungenügende Mengen des Botenstoffes Dopamin im Körper zirkulieren. In der Folge des Dopaminmangels treten die gefürchteten Symptome Zittern, Muskelsteife und Bewegungsarmut auf. Patienten, die unter dem so genannten Restless Legs Syndrom leiden, spüren dagegen ein Ziehen, Reißen oder Kribbeln in den Beinen, insbesondere in Ruhesituationen, z.B. in der Nacht.
Bei den genannten Krankheitsbildern hat sich die Gabe von Arzneimitteln bewährt, die die Wirkung des natürlichen Botenstoffes Dopamin imitieren. Wie alle Arzneimittel haben jedoch auch diese so genannten Dopaminagonisten, zu denen z.B. die Wirkstoffe Pramipexol, Ropinirol und Rotigotin gehören, Risiken und Nebenwirkungen, über die der Arzt bei der Verordnung des Medikaments aufklären muss. So kann es laut Untersuchungen an der Universität von Pennsylvania bei der Stimulierung des Belohnungssystems durch die Medikamente zu Zwangsstörungen oder Störungen der Impulskontrolle kommen. Am häufigsten trat in den Studien Kauf- oder Spielsucht, gefolgt von Essstörungen und zwanghaftem sexuellen Verhalten auf. Da betroffene Patienten die auftretenden Probleme oft nicht mit ihren Medikamenten in Zusammenhang bringen und ihnen ihr Verhalten auch extrem peinlich ist, sind sie in besonderem Maße auf die Ansprache und das Einfühlungsvermögen ihres Arztes angewiesen. Andernfalls kann es zur Anhäufung von Schulden oder auch zur Zerstörung der Partnerschaft kommen.
Quellen und weiterführende Hinweise:

http://www.curado.de/Parkinson-Medikamente-15395/

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Parkinson/Therapie/Parkinson-Medikamente-Dopamin-11963.html

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41187